Meningokokken-erkrankungen bei schwulen Männern!

Berlin, Bereits drei Todesfälle, 24-Jähriger seit Mai im Koma!!!

In letzter Zeit wurden in den USA und Europa schwere Meningokokken-Erkrankungen bei schwulen Männern bekannt: In Paris traten im Juni 2013 drei Fälle auf, in Berlin einer im Oktober 2012, zwei im Februar und zwei im Mai 2013, in Belgien

einer im März. In New York erkrankten in den letzten drei Jahren mindestens 22 Männer, in Los Angeles seit Dezember 2012 vier.

Auch in Berlin sind mittlerweile drei schwule Männer an einer bakteriell übertragbaren Gehirnhautentzündung gestorben. Ein vierter Betroffener ist „dauerhaft schwer erkrankt“, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mitteilt. Nun empfiehlt der Berliner Impfbeirat Männern, die Sex mit Männern haben, eine Schutzimpfung gegen Meningokokken-Erkrankungen. Die Regelung wird voraussichtlich am 27. Juli in Kraft treten und ist vorerst bis 31. Jänner 2014 befristet.

Es handelt sich um eine seltene, aber sehr schwer verlaufende Erkrankung.

Die New Yorker Gesundheitsbehörde rät daher seit Dezember 2012 schwulen Männern mit Sexualpartnern in New York zu einer Impfung. Der französische „Hohe Rat der Öffentlichen Gesundheit“ (Haut Conseil de la santé publique), ein beratendes Gremium des Gesundheitsministeriums, hat am 1. Juli ebenfalls eine Impfempfehlung für Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), verabschiedet. Sie gilt für Männer, die im Großraum Paris leben und die dort in den nächsten drei Monaten „Orte schwuler Geselligkeit aufsuchen wollen“, sowie für französische Schwule und andere MSM, die an Großveranstaltungen mit vielen schwulen Teilnehmern in Frankreich oder Europa teilnehmen wollen.

Wie kann man sich sonst schützen?

Impfung!!! Bei deinem Hausarzt oder Gesundheitsamt.

Man kann den Kontakt mit Meningokokken kaum ganz vermeiden. Das Risiko senken kann man, wenn man z. B. Bekannte zur Begrüßung nicht intensiv auf den Mund küsst und beim Drogensniefen nur das eigene Röhrchen verwendet.

Kondome verringern das Risiko einer Übertragung von der Harnröhre auf die Schleimhaut des Enddarms.

Wenn man Kontakt zu einer Person mit einer Meningitis-Erkrankung hatte, sollte man sich in ärztliche Behandlung begeben. Man erhält dann eine vorsorgliche Antibiotikatherapie und wird geimpft wodurch man die Krankheit sicher verhindern kann!!!

Für weitere Fragen: Wende dich an die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg Tel. 03841-214755 oder 0385-568645 oder an das Gesundheitsamt.