PRESSEMITTEILUNG - „Mein Geschlecht“ – das erste bundesweite Portal für transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und genderqueere Jugendliche geht online

„Mein Geschlecht“ heißt die neue Online Community für die Jugendliche, die nicht nur den Wechsel in die Welt der Erwachsenen stemmen müssen, sondern mit zusätzlichen Problemen zu kämpfen haben: Transgeschlechtliche (trans*), intergeschlechtliche (inter*) und genderqueere Jugendliche müssen damit zurechtkommen,

dass sie in der Welt der zwei Geschlechter oft keinen Platz finden. Ihre Identitäten und Körper passen nicht ins Schema, ihr Geschlecht wird oft nicht akzeptiert oder als krank diagnostiziert. Meist gibt es keine sichtbaren positiven Vorbilder im unmittelbaren Umfeld. Auch Eltern und Jugendeinrichtungen sind in Bezug auf die Themen Inter*, Trans* und genderqueere Lebenswelten häufig unsicher, überfordert und allein gelassen.

Finanziell unterstützt durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat ein Team aus Wissenschaftler_innen, Praktiker_innen und NGOs die Webseitewww.meingeschlecht.de entwickelt. Die Seite bietet den Jugendlichen einen eigenen Bereich, in dem sie sich selbst sichtbar machen und ihre Erfahrungen, Gedanken und Träume anderen Menschen mitteilen können. Eine nach Bundesländern geordnete Liste führt Einrichtungen, Beratungsstellen und Freizeitgruppen auf, die sich um die Belange von trans*, inter* und genderqueeren Jugendlichen kümmern. Mit der Literaturliste bekommen Eltern, Angehörige und Mitarbeiter_innen der Jugend- und Elternhilfe Informationen an die Hand, die diese Jugendlichen nicht pathologisieren. Stattdessen stellen sie aus Menschenrechtsperspektive die besondere Situation trans*, inter* und genderqueerer Jugendlicher und junger Erwachsener in unserer Gesellschaft dar und geben Praxisempfehlungen für einen respektvollen und hilfreichen Umgang.

In den kommenden Monaten wird die Webseite weiter wachsen. Unter anderem werden wir einen Logowettbewerb ausschreiben und zusammen mit Jugendlichen die Seite weiterentwickeln.